Der Anteil von Ökostrom in den Stromnetzen nimmt stetig zu. Die Energiewende der Bundesregierung und die steigende Nachfrage der Verbraucher sind die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung. Die Kosten für regenerativ erzeugten Strom sinken, daher können sich die Anbieter auch im Preiswettbewerb immer besser behaupten.
Staatliche Förderung macht Investitionen attraktiv
Durch die gesetzlich garantierten Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaik und Windkraft bekommen Investoren die Sicherheit, dass die von Ihnen ins Netz eingespeiste Leistung über Jahre hinweg mit einem festgelegten Mindestpreis vergütet wird. Dabei werden die entstehenden Mehrkosten im Vergleich zur Stromerzeugung mit konventionellen Kraftwerken über die EEG-Umlage auf alle Verbraucher abgewälzt. Zusätzlich genießt Ökostrom Vorrang in den Stromnetzen. Das bedeutet, dass jeder Netzbetreiber verpflichtet ist, seinen Strombedarf zuerst aus erneuerbaren Quellen zu decken bevor er auf anderen Strom zurückgreifen darf. Da normalerweise ohnehin mehr Strom benötigt wird, als aus Wind oder Sonne erzeugt wird, können sich die Anbieter von Ökostrom darauf verlassen, ihre Energie komplett zu verkaufen.
Ökostrom wird immer billiger
Die Kosten für die Herstellung von Photovoltaik-Modulen sind schon seit Jahren rückläufig. Überkapazitäten und technischer Fortschritt beschleunigen den Rückgang der Preise zusätzlich. Aber auch moderne Windkraft- und Biogasanlagen arbeiten heute effizienter als noch vor einigen Jahren. Zwar führte der Rückgang der Preise von Solarzellen zu einer Kürzung der Einspeisevergütung. Dennoch sind die Renditen sowohl für kleine Anlagen auf Hausdächern ebenso wie für große Solarparks nach wie vor sehr attraktiv. Gleichzeitig ermöglichen die niedrigeren Kosten den Anbietern, ihren Strom direkt an die Endverbraucher zu verkaufen. Die Attraktivität von umweltfreundlichem Strom hat für die Verbraucher gerade aufgrund des geringeren Preisabstands zu konventionellem Strom in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
Spätestens seit der Atomkatastrophe von Fukushima ist das Thema Ökostrom sehr stark ins Bewusstsein vieler Stromkunden gerückt. Und auch die Politik hat mit der Energiewende reagiert, um die Nutzung von erneuerbaren Energien voranzutreiben. Wenn Verbraucher heute die Stromanbieter vergleichen, spielen neben den Kosten auch die Herkunft des Stroms eine immer wichtigere Rolle. Die Mehrkosten für Ökostrom fallen inzwischen viel geringer als noch vor ein paar Jahren aus. Und so fällt den Verbrauchern die Entscheidung für einen Anbieter von umweltfreundlichem Strom immer leichter.