Der von der deutschen Regierung beschlossene Atomausstieg und der steigende Anteil der Bürger, die Ökostrom vergleichen, wirken sich nicht nur positiv aus. Während die Umwelt entlastet wird, muss das tschechische Stromnetz Belastungen in Kauf nehmen.
Tschechien Transitland für Transport von Ökostrom
Der Transport eines Teils der regenerativ gewonnenen Energie, für die sich immer mehr Haushalte in Deutschland nach einem Ökostromvergleich entscheiden, beeinträchtigt das Stromnetz des Nachbarlandes Tschechien. So könnten Schwankungen in Menge und Stromfluss nach offizieller Bekanntgabe des tschechischen Netzbetreibers CEPS sogar zu einem kompletten Stromausfall des Landes führen. Dass seit gut einem Jahr so viele Verbraucher in der Bundesrepublik Ökostrom vergleichen und sich für den Bezug regenerativer Energie entscheiden, stimmt die tschechische Regierung nicht glücklich.
Ökostromvergleich in Bayern ausschlaggebend
Um einem totalen Blackout durch deutschen Ökostrom vorzubeugen, plant die tschechische Regierung nun den Neu- und Einbau von Maschinen, durch die der Stromfluss reguliert werden kann. Allerdings sind diese nicht ganz billig: Mit rund 80 Millionen Euro würden sie zu Buche schlagen – ein Betrag, für den tschechische Stromkunden über eine Erhöhung bei den Netzgebühren aufkommen müssten. In erster Linie wird mittels tschechischer Netze Strom aus Wind- und Sonnenenergie von Norddeutschland nach Bayern transportiert, für dessen Bezug sich Kunden in dem südlichen Bundesland nach einem Ökostromvergleich entschieden haben.