Mehr und mehr bundesdeutsche Haushalte werden es, die Ökostrom vergleichen und auf den Bezug klimafreundlicher Energie zurückgreifen möchten. Doch nicht alle grünen Tarife halten, was sie versprechen: Zwei Drittel der Angebote entsprechen nicht den Anforderungen an den Umweltschutz.
Nur jeder dritte Tarif grün
Stiftung Warentest wollte es wissen und hat einen Ökostromvergleich durchgeführt. Im Mittelpunkt stand hierbei neben Preisen und Tarifgestaltungen auch der Aspekt der Klimafreundlichkeit. Nach dem Ergebnis müssen Verbraucher ab jetzt noch genauer Ökostrom vergleichen, denn zwar schlossen 13 der untersuchten Unternehmen mit der Note ‘gut’ ab und fördern neben ihrem Angebot an grüner Energie auch den Neu- und Ausbau von Anlagen zur Stromgewinnung aus regenerativen Rohstoffen. Doch nur eines von drei Tarifangeboten hat nach den Bewertungen der Experten einen 100%-igen Nutzen für die Umwelt und bietet darüber hinaus faire Vertragsgestaltungen und günstige Preise.
Bei Ökostromvergleich auf Labels achten
Der Beitrag zum Umweltschutz soll für viele, die Ökostrom vergleichen und sich für einen klimafreundlichen Tarif entscheiden, über den reinen Bezug grüner Energie hinausgehen. Doch nicht alle Ökostromversorger investieren zusätzlich in Umweltschutzprojekte. Mit LichtBlick, den WES Schönau, Naturstrom und Greenpeace Energy haben es nur vier Energiekonzerne geschafft, den Anforderungen der Tester zu in jeglicher Hinsicht zu entsprechen. Wer einen Ökostromvergleich vornimmt und sich für einen Lieferanten von grüner Energie entscheiden möchte, der sollte neben Kosten und Vertragsbedingungen auch einen Blick auf die Gütesiegel werfen und sich über die Unternehmensphilosophie informieren.